Immunologischer Stuhltest

Darmkrebs entsteht zunächst aus noch gutartigen Polypen (Adenomen). Diese wachsen bis zu ihrer Entartung über viele Jahre. Sie haben viele kleine Blutgefäße, die leicht verletzbar sind. So kann Blut für uns unsichtbar, in winzigen Mengen in den Stuhl sickern.

Dieses Blut kann mittels Test nachgewiesen werden.

Der herkömmliche, von den Krankenkassen übernommene Stuhltest ist sehr störanfällig. Mit ihm werden nur etwa 30 % der Darmkrebserkrankungen erfasst.

Der Test unterscheidet nicht zwischen menschlichem und tierischem Blut. Somit können allein durch Diätfehler (Essen bestimmter Fleisch- und Wurstsorten, Vitamin C in hohen Dosen) falsche Ergebnisse entstehen.

Früherkennung

Der immunologische Stuhltest bietet eine wesentlich verbesserte, sichere Früherkennung von Blutungsquellen aus Dünn- und Dickdarm. Auch obere Darmabschnitte werden erfasst.

Durch das frühzeitige erkennen größerer Polypen und deren Abtragung mittels Darmspiegelung wird das Darmkrebsrisiko deutlich reduziert.

Eine spezielle Diät ist unnötig, die Handhabung vereinfacht. Es ist ratsam, den Test ab dem 45. Lebensjahr jährlich durchführen zu lassen.


Enzymatischer Stuhltest M2-PK

Inzwischen gibt es einen Stuhltest, der nicht mehr auf dem Nachweis von Blut im Stuhl basiert. Hier wird ein spezielles Enzym (M2-PK) nachgewiesen, das von den Tumorzellen produziert wird.

Dieser Test ist ein echter Vorsorgemarker mit einer Sicherheit von über 90 %. Es können somit auch Veränderungen nachgewiesen werden, die "noch nicht" bluten. Ein positiver Test heißt aber nicht "Darmkrebs". Dieses Enzym wird im Zellstoffwechsel von Polypen, Geschwüren und Karzinomen produziert!

Ein positives Testergebnis bedeutet: Darmspiegelung (Koloskopie)!

Nur so ist es möglich frühzeitig Veränderungen zu erkennen, abzutragen und eine vollständige Heilung zu erreichen.

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